• Porträt von Franziska Walther

Interview mit Franziska Walther – Grafikdesignerin

Franziska Walther ist Senior Art Director und Inhaber eines Designstudios – spezialisiert auf Corporate Design in der digitalen und analogen Welt. Sie ist seit 1999 im Bereich Kreation für Auftraggeber und Agenturen tätig und arbeitet seitdem auch eng mit der Agentur Text: van Laak zusammen.

In unserem Interview stellt sie sich 5 Fragen zum Thema Texten und Projektarbeit.

Neues Projekt, neue Aufgabe: Wir Texter erstellen erst einmal ein Textkonzept. Wie soll der Kunde klingen? Auf welchen Antennen empfängt sein Zielgruppe usw. – Wie gehst Du als Grafik-Designerin neue Projekte an?

Franziska: Genau so. Nur denke ich in Bildern. Oft entsteht schon beim ersten Gespräch mit dem Auftraggeber eine Idee, wohin die Reise gehen könnte. Dann beginne ich mit der Recherche, fange an zu sammeln. Meist ist der erste Job-Ordner in einem Projekt ein Sammelordner für Screenshots, Fotos, Farbkombinationen, Schriften usw. – Dann folgen erste Entwürfe.

Welche Schnittstellen gibt es bei Deiner Arbeit mit Text? Gibt es überhaupt welche?

Franziska: Jede Menge. Der Umgang mit Texten macht einen Großteil meiner Arbeit aus. Wortmarken, Print, Web, Bewegtbild – im besten Fall immer eine gelungene Kombination aus Text und Design.

Welche Reihenfolge ist ideal für Dich? Der Text ist schon da, z.B. für eine Website, und Du gestaltest, oder umgekehrt, du machst Angaben zur Zeichenzahl, die du gerne hättest?

Franziska: Der Text ist da, die Bildrecherche kann dann genau auf eine Aussage gemacht werden, im Webdesign lassen sich Inhalte sinnvoll strukturieren.
Im Agenturalltag ist das aber oft ein Prozess der gleichzeitig abläuft, Texter und Grafiker können dabei gut zusammen arbeiten. Ein klassischer Diskurs zwischen Textern und Grafikern ist die Textmenge.

Inwiefern muss ein Grafik-Designer auch Gespür für Text haben? Schreibst Du auch mal spontan eine Headline rein? (Die dann womöglich übernommen wird?)

Franziska: Glücklicherweise arbeite ich mit guten Textern. Aber na klar, eine Headline zu einem Text oder ein Claim, der während einer Logo-Entwicklung plötzlich da ist, das gibt es. Ja, ein Gespür für Text und Dramaturgie ist für einen Designer wichtig.

Wie sieht für Dich die ideale Zusammenarbeit zwischen Grafik-Design und Textkreation aus?

Franziska: Im Idealfall sitzen Texter und Grafiker in der Konzeption schon an einem Tisch und entwickeln gemeinsam eine Gangart.

Wir danken Franziska Walther für das Gespräch. Die Fragen stellte Fabian Strippel, Assistent in der Agentur Text: van Laak.

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